Staatshörige JU
Zum Leserbrief „Schier unerträglich“ von Simon Geyer (Ortsvorsitzender der JU Weißenburg) im WT vom 16/ 17. Mai.
Die geistigen Ergüsse der Jungen Union sind lokal wie auch bundespolitisch unerträglich. Nicht vergessen bleibt die Aussage des Junge Union - Vorsitzenden Philipp Mißfelder zur Anhebung des Hartz IV - Regelsatzes für Kinder zum 1. Juli 2009 - ein „Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“. Lokal äußert sich nun der CSU-Nachwuchs, der laut eigener Homepage seine Vorstandssitzungen auch mal bei McDonalds macht, zu einem Leserbrief von Erkan Dinar anlässlich des 1. Mai 2009 in Berlin.
„Die kleinen Diebe hängt man und die großen lässt man laufen.“ Nach diesem Motto gehend verlor eine Kassiererin und engagierte Gewerkschafterin wegen eines angeblich unterschlagenen Pfandbons in Höhe von 1,30 € ihren Job. Zur gleichen Zeit erhalten die Kapitalzocker etliche hundert Milliarden Euro aus Steuermitteln und steigenden Staatsverschuldungen. Die ökonomischen und politischen Ursachen dieses Skandals will man nicht aufklären, sondern verklären um sich ein „weiter so“ zu rechtfertigen. Kein Wunder also, wenn sich das Rechtsempfinden der Menschen in Form von erhitzten Gemüter nun Ventile sucht.
Wenn die Junge Union die Polizisten am 1. Mai in Berlin erwähnt, von denen sich erst nach zwei Tagen über 150 Ordnungshüter als verletzt gemeldet haben, sollte er nicht die 136 verletzten Demonstranten vergessen. Allein über 50 Demonstranten wurden wegen teils schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt. Nach Polizeiangaben wurden von den eingesetzten Einsatzkräften insgesamt 19 ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Augenzeugen berichten im übrigen das die Gewalt ursprünglich von der Polizei ausgegangen ist, weil diese den Demonstrationszug schon nach ein paar hundert Metern massiv und ohne Vorwarnung stoppte und zum Angriff überging. Für die staatshörige Junge Union bestimmt ein Ding der Unmöglichkeit. Sie redet viel mehr über Polizisten als über die drohenden Massenentlassungen und die Ursachen dieses immer näher kommenden Unheils. Würde sie dies tun müßte sie auch die Inkompenz und sehr teuren Fehler der eigenen Partei zugeben.
Was passiert wenn ein Volk beginnt „unruhig“ zu werden, konnte man am 1. Mai unter anderem in Frankreich beobachten. Dort haben laut Gewerkschaftsangaben bis zu 1,2 Millionen Demonstranten an den Protesten zum 1. Mai teilgenommen und gefordert die verbrecherischen Verursacher der Krise in Rechenschaft zu ziehen. Von solchen so genannten „französischen-Verhältnissen“ sind wir in der BRD noch lange entfernt. Ich finde allerdings so etwas sollte auf Dauer keinen Bestand haben.
Der Leserbrief wurde im "Weißenburger Tagblatt" veröffentlicht.
Die geistigen Ergüsse der Jungen Union sind lokal wie auch bundespolitisch unerträglich. Nicht vergessen bleibt die Aussage des Junge Union - Vorsitzenden Philipp Mißfelder zur Anhebung des Hartz IV - Regelsatzes für Kinder zum 1. Juli 2009 - ein „Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“. Lokal äußert sich nun der CSU-Nachwuchs, der laut eigener Homepage seine Vorstandssitzungen auch mal bei McDonalds macht, zu einem Leserbrief von Erkan Dinar anlässlich des 1. Mai 2009 in Berlin.
„Die kleinen Diebe hängt man und die großen lässt man laufen.“ Nach diesem Motto gehend verlor eine Kassiererin und engagierte Gewerkschafterin wegen eines angeblich unterschlagenen Pfandbons in Höhe von 1,30 € ihren Job. Zur gleichen Zeit erhalten die Kapitalzocker etliche hundert Milliarden Euro aus Steuermitteln und steigenden Staatsverschuldungen. Die ökonomischen und politischen Ursachen dieses Skandals will man nicht aufklären, sondern verklären um sich ein „weiter so“ zu rechtfertigen. Kein Wunder also, wenn sich das Rechtsempfinden der Menschen in Form von erhitzten Gemüter nun Ventile sucht.
Wenn die Junge Union die Polizisten am 1. Mai in Berlin erwähnt, von denen sich erst nach zwei Tagen über 150 Ordnungshüter als verletzt gemeldet haben, sollte er nicht die 136 verletzten Demonstranten vergessen. Allein über 50 Demonstranten wurden wegen teils schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt. Nach Polizeiangaben wurden von den eingesetzten Einsatzkräften insgesamt 19 ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Augenzeugen berichten im übrigen das die Gewalt ursprünglich von der Polizei ausgegangen ist, weil diese den Demonstrationszug schon nach ein paar hundert Metern massiv und ohne Vorwarnung stoppte und zum Angriff überging. Für die staatshörige Junge Union bestimmt ein Ding der Unmöglichkeit. Sie redet viel mehr über Polizisten als über die drohenden Massenentlassungen und die Ursachen dieses immer näher kommenden Unheils. Würde sie dies tun müßte sie auch die Inkompenz und sehr teuren Fehler der eigenen Partei zugeben.
Was passiert wenn ein Volk beginnt „unruhig“ zu werden, konnte man am 1. Mai unter anderem in Frankreich beobachten. Dort haben laut Gewerkschaftsangaben bis zu 1,2 Millionen Demonstranten an den Protesten zum 1. Mai teilgenommen und gefordert die verbrecherischen Verursacher der Krise in Rechenschaft zu ziehen. Von solchen so genannten „französischen-Verhältnissen“ sind wir in der BRD noch lange entfernt. Ich finde allerdings so etwas sollte auf Dauer keinen Bestand haben.
Der Leserbrief wurde im "Weißenburger Tagblatt" veröffentlicht.
Solid_Weissenburg - 20. Mai, 08:06
