Wenn braunes Gedankengut immer mehr AnhängerInnen findet, wenn in Sachsen die NPD bei der Landtagswahl 9,2 % der Stimmen bekommt, wenn jedeR fünfte der JungwählerInnen NPD oder DVU wählen, wenn "AusländerInnen" auf der Straße zusammengeschlagen werden und Neonazis an Schulen versuchen Nachwuchs anzuwerben - dann wird es höchste Zeit aktiv zu werden!Die 4. Auflage von "aufmucken gegen rechts" im JuZ Weißenburg, initiiert durch [`solid] Weißenburg.
Veröffentlichte Pressemitteilung im "Weißenburger Tagblatt":
Am Samstag den 25. April, ab 19.00 Uhr, findet im Freundeskreis Jugendzentrum e.V. in der Schulhausstr. 5 die vierte Auflage von "Aufmucken gegen Rechts statt". Als Bands konnten für den Abend "Kurzer Prozess" (Rap), "The High Society" (Hardcore-Punk) und "Teds n Grog" (Liedermacher aus Berlin) gewonnen werden, der Eintritt beträgt 4,-€.
Initiiert wurde das Konzert, wie schon in den vergangenen Jahren, von der Linksjugend [`solid] Weißenburg. Diese erklärt in ihrer Pressemitteilung den Hintergrund der "Aufmucken gegen Rechts" Kampagne.
"Dieses Jahr wollen wir vor allem auf die rechte Einstellung aus der Mitte der Gesellschaft aufmerksam machen" so die Linksjugend. Gemeint sind rechte Parolen wie "Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg". Solche rassistischen Meinungsbilder sind besonders in Bayern sehr weit verbreitet, wie eine erst kürzlich veröffentlichte Studie der "Friedrich-Ebert-Stifung" beweißt. Ein dazu passendes Argumentationstraining gegen rechte Stammtischparolen wurde unlängst vom örtlichen Jugendzentrum durchgeführt.
"Aufgemuckt" werden soll auch gegen rechtsextemen Parteien wie NPD, DVU und Republikaner oder die immer mehr an Einfluss und Mitglieder gewinnenden "Freien Kameradschaften". Diese sind auch für die ausgetretenen örtlichen ehemaligen NPD - Mitglieder zum Anlaufpunkt geworden, weil Ihnen die NPD nicht mehr "rechts" genug ist. Aufmärsche wie in Gräfenberg oder zum kommenden 1. Mai in Weiden oder Ulm werden durch sie organisiert und angemeldet, heißt es in der Pressemitteilung.
"Die Besucher unseres Konzertes wollen mit ihrer Anwesenheit zeigen, dass sie auch öffentlich gegen Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus eintreten und ihre Ablehnung zeigen, außerdem wollen sie an diesem Abend auch die super Musik genießen", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.
Antifarockers - 16. Jan, 17:04